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Geduscht mit Pfützenwasser

18.11.2019

Rechtsfrage des Tages:

Bei schlechtem Wetter freuen Sie sich sicherlich auch, an einen Regenschirm gedacht zu haben. Manchmal kommt die kalte Dusche aber nicht von oben. Fährt ein Auto neben Ihnen durch eine Pfütze, nützt der beste Regenschirm nichts. Muss der Fahrer mögliche Reinigungskosten zahlen?

Antwort:

Laufen Sie bei Regen durch die Straßen, sollten Sie auch auf große Pfützen auf der Straße achten. Fährt ein Auto unachtsam hindurch, droht Ihnen eine Dusche mit schmutzigem Straßenwasser. Manchmal kommt es zu richtigen Fontänen, die Sie von Kopf bis Fuß durchnässen.

Schadensersatz für die Reinigungskosten Ihrer Kleidung werden Sie aber kaum durchsetzen können. Nach Ansicht einiger Gerichte sind Autofahrer nicht verpflichtet, Pfützen nur mit Schritttempo zu durchfahren. Dies würde den Verkehr unzumutbar behindern und außerdem die Unfallgefahr erhöhen. Außerdem müssten Fußgänger bei starkem Regen auch mit Spritzwasser rechnen und durch entsprechende Kleidung vorsorgen.

Einen Anspruch auf Ersatz Ihrer Kosten hätten Sie hingegen, wenn der Autofahrer Sie absichtlich nassspritzt. Allerdings müssten Sie den Vorsatz beweisen. Und das wird im Einzelfall schwierig. Denkbar sind natürlich auch Fälle, in denen motorisierten Verkehrsteilnehmern durchaus zugemutet werden kann, eine gut erkennbare Wasseransammlung zu umfahren oder etwas abzubremsen. Solche Situationen können zu einer Haftungsteilung führen. Insgesamt gilt aber vor allem das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme.

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